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Module im Bereich Modellbahn haben - wie fast jede Sache - Vorteile aber auch ein paar Nachteile. Wir wollen uns hier jedoch nur dem Vorteilhaften widmen und das Zusammenspiel unterschiedlicher Module und damit verbunden unterschiedlichen Ideen in Aufbau und Betrieb betrachten.
Vieles ist sicher schon häufig beschrieben und ausgeführt worden, deshalb braucht keiner zu befürchten, dass ich auch um eine Zahl mehr die Varianten von Bau, Ausführung, Holzmaterial und der Stärke des verwendeten Holzes etc. bei Modulen erweitere, sowie anderer Bauanleitungen noch einmal schreibe und wiederhole. Es soll auch kein Für und Wider einzelner Modulgruppen und ihrer spezifischen Module herausgearbeitet werden. Hier wird speziell der Modulbereich von FREMO N fiNe-scale betrachtet. Der Grund hierfür liegt einfach in meiner Zugehörigkeit zu dieser Vereinigung - nicht zuletzt in den bisher äußerst positiven Erfahrungen beim FREMO, mit seinen Mitgliedern und dem Riesenspaß auf Treffen mit Gleichgesinnten und Freunden. Natürlich möchte ich aus diesen positiven Erfahrungen heraus gern Werbung für die Organisation des FREMO machen, das heißt jedoch nicht, dass Mollbahner in anderen Vereinigungen oder "Einzelkämpfer" nicht genau so herzlich willkommen sind, denn: model-railroading is fun - Modellbahn ist Spaß und macht riesig Spaß. Außerdem sind fast alle Erfahrungen und das Wissen eines jeden Einzelnen für uns Modellbahner mehr als schätzenswert in Bezug Ergänzung und Ausbau des eigenen Wissens.
Nun geht es nach der Einstimmung ins Praktische. · Weichenbau Hier geht es zu einer hervorragenden Bauanleitung von Jens Emmermann
· Gerade und Bögen verschiedener Radien
- Das Bauen von Bögen und Geraden ist im Gleisbau sicherlich nicht so ohne, sollen doch die Bögen und gerade Gleisabschnitte einen möglichst wackelfreien Eindruck hinterlassen.
Gehen wir von der einfachsten Form eines Arbeitsabschnitts aus - ein lediglich gerades Gleis mit einem bestimmten Vorbildbogen auf dem Modul zu installieren - so sind einige Hilfsmittel sinnvoll.
Zuerst benötige ich eine relativ lange und stabile gerade Schiene von mindestens ca. 60cm Länge bis sinnvollerweise höchstens 100cm Länge. Diese Schiene kann aus Aluminium, Messing oder Stahl sein. Sie sollte nicht zu breit und nicht zu dick sein. Eine wirklich gerade Holzleiste erfüllt den gleichen Zweck, ist jedoch selten zur Hand oder zu kaufen, meist ist irgendwo ein kleiner Bogen im Holz. Diese Schiene soll uns als Maß zur Ausrichtung des geraden Gleiskörpers dienen.
Ferner benötige ich für die Kurvenführung einige Schablonen wegen des gleichmäßigen Bogens. Alle weiteren benötigten Dinge für den erfolgreichen Gleis- und Weichenbau sind in den verlinkten Howto's aufgelistet.
 Abb.1 Im vorderen Bereich der Abbildung liegt unsere Schiene zur Ausrichtung des geraden Gleiskörpers. Diese Schiene ist aus Messing, 8mm breit, 3mm hoch un knapp 1 Meter lang.
Mit Hilfe einer Schiene Zeichne ich den geraden Streckenverlauf auf das Trassenbrett. Zum Aufkleben der Schwellen benutze ich persönlich gern Pattex. Natürlich ist jeder geeignete Kleber je nach Erfahrungswert und gewohnter Handhabung genau so gut. Nachdem die Schwellen aufgeklebt wurden sollten sie - sofern nicht schon geschehen - per Airbrush eingefärbt werden. Die hierzu verwendete Farbe von mir ist als Grundlage Lederbraun von der Revell. Weitere Farbnuancen können später je nach Lage, Sinn und Zweck des Gleises im Anlagenbereich entsprechend nachgefärbt werden. Nach dem Durchtrocknen der Farbe muss die Farbschicht auf den Kupferplättchen der Schwellen vor dem Auflöten der Schienenprofile entfernt werden. Dies kann mit einer Poliertscheibe für Minibohrmaschinen erfolgen.
Das Auflöten der Schieneprofile habe ich bewusst noch nicht im "Trockenzustand", also vor dem Fixieren auf dem Trassenbrett, vorgenommen, da ich so bei einer geschlossenen Linienführung (meiner Auffasung nach) eine Gerade letztendlich besser von der Optik der verlaufenden Schienenprofile her verfolgen kann als bei vorher fest aufgelöteten Schienenprofilen. Ferner gelingen die Übergänge zu den Bögen oder Radien sanfter und demzufolge optisch vorteilhaft. Das Auflöten der Profile in der "langen Geraden" ist letztendlich nicht sehr schwierig, da zuerst eine Seite des Gleises an jeder ca. 5. oder 8. Schwelle fixiert wird und danach unter städiger Kontrolle an den restlichen Schwellen verlötet wird. Man sollte genau darauf achten, dass die Schienenprofile für die Gerade(n) ebenso möglichst gerade sind. Eine Länge von ca 45cm pro Einzelprofil sollte zumindest am Anfang nicht unbedingt überschritten werden. Wichtig: Vor dem Auflöten des Profils nicht den Anschlussdraht zur Stromversorgung vergessen! Man kann ihn fast unsichtbar für den späteren Betrachter unter das Profil löten. Bei Digitalbetrieb Drahtquerschnitt nicht zu klein wählen! Ist die eine Seite des Gleises mit Schieneprofil versehen, löte ich nun mit Hilfe einer Abstandsschablone das zweite Profil auf unter ständiger Kontrolle des gleichmäßigen Abstands und des geradlinigen Verlaufs.
Bögen im Gleisverlauf sind nach unserer Vorübung sicher kein Problem mehr. Hierzu nehmen wir unsere geraden Schwellenroste, sägen sie an einer Seite zwischen den Schwellen auf und erhalten so unsere eigene Form des Flexgleises. Die gleichmäßige Ausrundung unserer Bögen lässt sich einfach herstellen.

Abb. 2 Hier ist zu erkennen (Pfeil), wo der Schwellenrost aufgesägt, -geflext oder -gefräst wurde. TIP: Man muß nicht den gesamten Schwellenrost aufsägen oder sogar kürzen, wenn nur ein kleines Stück Flexgleis des vorhandenen Schwellenrostes benötigt wird und der Rest gerade bleiben soll. Beispiel sind der Weichengegenbogen oder ein in eine Gerade übergehender Bogenverlauf unseres Gleises. Die aufgesägte Seite der Schwellen sollte im Innenbereich des Bogens liegen, damit im Außenbereich der genormte Schwellenabstand erhalten bleibt.
Bei kleineren Verbindungsbögen drucke ich auf starkem DIN A4 Karton Pappschablonen aus und schneide diese aus. (Link folgt für die gebräuchlichsten Radien) Diese Schablonen haben an beiden Enden zwei bis drei Zentimeter lange senkrechte Linien auf dem Kreisbogen. Diese dienen zum genauen aneinanderkleben der Radien oder einer geraden Schablone. Der Radius ist für Aussen- oder Innenradius der Schwellen gezeichnet und auch so markiert.

Abb. 3 Hier angelegt der Vorbildradius R 190m als Pappschablone = Modellaußenradius Schwellen R 1188mm. An der ausgeschnittenen Linie läßt sich mit einem Bleistift wunderbar die Orientierungslinie aufzeichnen.
Durchgehend gößere Radien (von der Gradzahl oder besser von der Gleislänge betrachtet) bekommt man auch mit dem einfachen alten Mittel eines an einem Bindfaden befestigten Bleistifts sehr gleichmäßig hin. Zu achten ist generell bei wechslndem Bogenverlauf auf eine Zwischengerade - eben wie beim großen Vorbild. Ich zeichne also entweder mittels einer Schablone oder eines Bindfadenzirkels den gewünschten Radius auf das Trassenbrett und kann nun in aller Ruhe unser eigens hergestelltes Flexgleisbett an der Linie entlang aufkleben. Der gewünschte Radius ist ja Dank des vollkommen flexiblen Schwellenkörpers frei wählbahr. Danach geht es wie schon erprobt mit den Schienenprofilen weiter. Der einzige Unterschied ist hier im gewissenhaft zu arbeitenden Bogenverlauf zu sehen.
Es sollte nicht verschwiegen werden, daß es fertige Code40 Flexgleise in amerikanischwer Ausführung gibt. Nachzubearbeiten wären die Spurkränze der Fahrzeuge für NEM-Bahner (0,6mm) und die Schwellenlänge. Sie ist deutlich länger als bei uns. Ferner ist der Schwellenabstand etwas kürzer. Entscheiden muss ein jeder für sich allein, welches Gleis verwendet wird.

Abb.4 Hier der Vergleich: links das bereits an einer Seite aufgeschnittene Schwellenband europäischer Norm (auf einer Seite schon mit Schienenprofil versehen) und dazu im Gegensatz das Flexgleis amerikanischer Norm. Eingeschottert fällt der Unterschied - wenn die Gleise nicht nebeneinander liegen - nicht unbedingt gravierend auf. Eines jeden Einzelnen Entscheidung.
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